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Mitglieder der Arbeitsgruppe: Tobias Frick, Herbert Müther
, Armen Sedrakian, Piotr Bozek (Inst. of Nuclear Physics, Krakau),
K.H. Hassaneen (Sohaq University, Ägzpten), W.H.Dickhoff
(Washington
U., St.Louis), A. Polls (Universidad Barcelona)
Eine realistische Beschreibung der Wechselwirkung zwischen 2 Nukleonen
enthält starke zentrale Komponenten kurzer Reichweite und
starke
Tensorkomponenten. Diese induzieren entsprechende Korrelationen in die
Wellenfunktion für einen Atomkern. So kann man die
Grundeigenschaften
von Atomkernen wie die Bindungsenergie und den Radius erst unter
Berücksichtigung
solcher Korrelationen, die über eine Hartree Fock Beschreibung
hinausgehen,
verstehen. Genauere Informationen über diese Korrelationen und
damit
über die Eigenschaften der Nukleon-Nukleon Wechselwirkung erwartet
man von inelastische Elektronstreu- oder Gamma Absorptionsexperimenten,
bei denen einezelne Nukleonen (e,e'N) oder auch Paare von Nukleonen
(e,e'2N)
aus dem Kernverbund herausgeschlagen werden.
In Konkurenz zu den Korrelationseffekten müssen dazu die Effekte
von Mesonaustauschströmen und der Wechselwirkung zwischen den
Nukleonen
im Endzustand konsisten berücksichtigt werden. Die theoretischen
Untersuchungen
werden im engen Kontakt mit der experimentell an diesem Problem
arbeitenden
Gruppe des Physikalischen Instituts (P.Grabmayr und Mitarbeiter)
und an der Universität Basel (D. Rohe und I. Sick)
durchgeführt. Es wurden eine Methode entwickelt, die es erlauben,
den Phasenübergang zu einem Paarkondensat (Suprafluidität)
unter Berücksichtigung der Korrelationen zu bestimmen. Im
Vergleich zur üblichen BCS Näherung führen die
Korrelationen zu deutlichen Einschränkungen der Bereiche in
Temperatur und nuklearer Dichte, bei denen das Kondensat auftritt.
Veröffentlichungen z.B. :
H. Müther und A. Polls ``Two-Body Correlations in Nuclear
Systems'', nucl-th/0001007, Prog. Part. and Nucl. Phys. 45 (2000) 243
D. Knödler und
H. Müther: ``Final State Interaction in Exclusive (e,e'NN)
Reactions'', Phys. Rev. C. 63 (2001) 044602
T. Frick und H. Müther: ``A Self-Consistent Solution to the
Nuclear Many-Body Problem at Finite Temperature'', Phys. Rev. C 68
(2003) 034310, nucl-th/0306009
T. Frick, Kh.S.A. Hassaneen, D. Rohe, and H. Müther:
``Spectral function at high missing energies and momenta'',
nucl-th0406010,
Phys. Rev. C70 (2004) 024309.
H. Müther und W.H. Dickhoff: ``Pairing properties of
nucleonic matter employing dressed nucleons'', nucl-th/0508035, Phys.
Rev. C72 (2005) 054313.
Arbeitsgruppe:
Relativistische Effekte im Vielteilchenproblem
der Kernphysik
Mitglieder der Arbeitsgruppe: Peter Gögelein, Herbert Müther, Erdmann Schiller, Stefan Ulrych, A. Polls (U. Barcelona), A. Ramos (U. Barcelona), H. Toki (Osaka)
Die Wechselwirkung zwischen den Nukleonen enthält sehr starke attraktive Komponenten, vorzugsweise beschrieben durch den Austausch eines skalaren Mesons (sigma Meson) und repulsive Komponenten, beschrieben durch den Austausch eines Vektor Meson (omega). Dementsprechend enthält auch das mittlere Feld, in dem sich die Nukleonen in einem Atomkern bewegen, starke attraktive und repulsive Komponenten, die sich unter einer Lorentz Transformation wie eine Skalar beziehungsweise wie ein Vektor transformieren. Dies hat zur Folge, daß sich die Dirac Spinoren für Nukleonen im nuklearen Medium deutlich von den Spinoren im Vakuum unterscheiden. Die kleine Komponente ist vergrößert, was man auch durch eine effektive Dirac Masse beschreibt, die im nuklearen Medium signifikant kleiner ist als die Masse des freien Nukleons. Es werden insbesondere Fragen untersucht wie: Wie stark sind diese relativistischen Effekte für realistische Nukleon-Nukleon Wechselwirkung unter Berücksichtigung von Korrelationen? Welche Observable (Optische Modell der Nukleon-Kernm Streuung, Spin-Bahn Wechselwirkung, elektromagnetische Kopplung) sind sensitiv auf diese relativistischen Effekte?
Veröffentlichungen z.B.:
A. Trasobares, A. Polls, A. Ramos und H. Müther: "On the Dirac
Structure of the Nucleon Selfenergy in Nuclear Matter",
nucl-th/9703020, Nucl.Phys. A640 (1998) 471
H. Müther, S. Ulrych und H. Toki: "Correlations and the
relativistic
structure of the nucleon self-energy"
Int. Journ. of Mod. Phys. E 8 (1999) 179
E. Schiller und H. Müther: "Correlations and the Dirac Structure of the Nucleon Self-Energy'', EPJ A11 (2001) 15.
Arbeitsgruppe:
Korrelationen in
Quantenflüssigkeiten
Mitglieder der Arbeitsgruppe: Thomas Dahm, Jerome Margueron, Herbert Müther , Karl-Wilhelm Schmid, Armen Sedrakian, Markus Stauf, T. Muramatsu (U. Stuttgart), P. Schuck (Orsay, Paris), U. Weiss (U. Stuttgart)
Verschiedene Methoden zur Beschreibung von Quantenflüssigkeiten aus der Kern- und Festkörperphysik werden miteinander verglichen und auf verschiedene Modellsysteme aus diesen Bereichen angewandt. Zu den betrachteten Methoden gehören die Methode der selbstkonsistenten Berechnung von Greensfunktionen mit der von uns entwickelten BAGEL Darstellung, die `Exponential S' Methode, die Brueckner Theorie bzw. hole-line Entwicklung, Greensfunktions Monte Carlo Methoden, und Quanten Monte Carlo Simulationen auf einem Gitter. Als mögliche Modellsysteme werden Schalenmodellkonfigurationsräume der Kernphysik, Kern- und Neutronenmaterie, endliche Atomkerne, das Hubbard bzw. t-J Modell der Festkörperphysik betrachtet.
Veröffentlichungen z.B.:
H. Müther und L.D. Skouras: "Long-Range Correlations in Closed
Shell Nuclei", Nucl. Phys. A 581 (1995) 247
L. Engvik, M. Hjorth-Jensen, R. Machleidt, H. Müther, und A.
Polls, "Modern Nucleon-Nucleon Potentials and
Symmetry Energy in Infinite Matter" Nucl. Phys. A627 (1997) 85
A. Sedrakian, H. Müther, and P. Schuck, "Correlated nucleons in configuration space", Phys. Rev C70 (2004) 041301.
K.W. Schmid, T. Dahm, J. Margueron
und H. Müther: "A symmetry-projected variational approach to the 1-dimensional
Hubbard-model'',cond-mat/0409691, Phys. Rev. B 72 (2005) 085116.
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